US-Börsenschluss: Greenspan bremst Kauflaune
von Heino Reents, Hamburg
Enttäuschende Konjunkturdaten, ein hoher Ölpreis und Äußerungen von Notenbank-Chef Alan Greenspan haben die US-Börsen zum Wochenschluss belastet. Trotz eines Gewinnrückgangs gehörten Novell zu den gefragtesten Werten.
Intraday3 MonateInformieren Sie mich per E-Mail über aktuelle News zu diesem UnternehmenDer Dow Jones Index der Standardwerte verlor 0,5 Prozent und schloss bei 10.397,29 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sackte um 0,6 Prozent auf 2120,77 Stellen ab. Sorgen bereitete der Ölpreis. Der Preis für US-Öl fiel zwar leicht von seinem Rekordstand zurück, liegt aber weiter auf hohem Niveau.
Hinzu kamen schwache Konjunkturdaten. Der Michigan-Index zum Verbrauchervertrauen ist im August auf 89,1 Punkte von 96,5 Zählern im Juli gefallen. Analysten hatten mit einem Stand von 92,7 Punkten gerechnet.
Auch Äußerungen des US-Notenbankpräsidenten Alan Greenspan sorgten für Unruhe unter den Börsianern. Greenspan hatte in seiner Rede auf einer Konferenz davor gewarnt, dass der jüngste Anstieg der Aktienkurse und Immobilienpreise ungünstig für die Finanzmärkte sein könnte.
Im Dow Jones führten
Wal-Mart die Gewinnerliste mit einem Plus von einem Prozent an. Dahinter folgten
Walt Disney, die sich um 0,6 Prozent verteuerten. Auf der Verliererseite standen
American Express, die um 1,3 Prozent nachgaben.
JP Morgan sackten um 1,4 Prozent ab.
Hewlett-Packard verbesserten sich um 0,5 Prozent. Das Unternehmen hat weitere 4 Mrd. $ für den Rückkauf von Stammaktien bewilligt. Der Konzern wolle auf diese Weise Barmittel an die Aktionäre zurückfließen lassen, hieß es.
Merck-Papiere unter Druck
Der Pharmakonzern
Merck & Co erwägt einem Zeitungsbericht zufolge die Beilegung einiger Klagen in Zusammenhang mit dem Schmerzmittel Vioxx durch außergerichtliche Vergleiche. Das Unternehmen wolle sich die Fälle genau ansehen, in denen Vergleiche angezeigt sein könnten, berichtet das "Wall Street Journal" am Freitag unter Berufung auf eine Sprecherin. Die Analysten von Lehman Brothers bestätigten die Merck-Aktien mit "Equalweight" und einem Kursziel von 35 $. Die Aktie fiel um 0,4 Prozent auf 27,66 $.
Der Netzwerkausrüster
Novell verdiente im abgelaufenen dritten Quartal unterm Strich weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen hatte am Vorabend nachbörslich Zahlen vorgelegt. Die Aktie verteuerte sich trotz der schlechten Nachrichten um mehr als drei Prozent.